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Fairness-Talk mit Heinz Margot

Fairness - ein Trumpf für den Schweizer Reisemarkt!

Fairness könnte der Trumpf für die Schweizer Hotellerie und Gastronomie sein. Darüber war die prominente Expertenrunde einig, die am 22. November unter der Leitung von Heinz Margot im Rahmen des Igeho-Talks über mögliche Leitwerte diskutierte.
 

Themen im kirchlichen Projekt Lebenssalz

Der Trumpf würde dann nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch auf europäischer Ebene stechen, wenn Fairness umfassend verstanden und praktiziert würde:

  • Gefragt ist Fairness gegenüber dem Gast. Der mancherorts festzustellende Mangel an Gastfreundschaft muss behoben werden. Wo Gastfreundschaft gepflegt wird kann auch ein Land mit einem eher höhern Preisniveau bestehen.
  • Fairness gegenüber dem Gast setzt Fairness gegenüber den Mitarbeitenden voraus. Dabei geht es nicht nur um einen gerechten Lohn und um fortschrittliche Arbeitsbedingungen. Wertschätzung, Anerkennung und Respekt sind ebenfalls wichtig.
  • Schliesslich bedeutet Fairness auch einen rücksichtsvollen, nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, mit den natürlichen Ressourcen.

Die Experten waren sich darin einig, dass in den Betrieben am fairen Verhalten ebenso sehr gearbeitet werden muss wie an der fachspezifischen Qualifikation. Aber auch in der Ausbildung muss diesem Aspekt mehr Bedeutung beigemessen werden.

Gefordert sind aber auch die Gäste, die Konsumentinnen und Konsumenten. Sie müssen die Fairness-Anstrengungen der Betriebe honorieren. Mit dem Qualitäts-

Gütesiegel Q steht ihnen da ein gewisser Anhaltspunkt zur Verfügung.

Auch die Reisebranche ist gefordert

Was für die Hotellerie und Gastronomie gilt ist auch für die Reisebranche von Bedeutung. Zwar unternimmt der Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung grosse Anstrengungen und werden von verschiedenen Tour- und Ferienbietern Fairness-Grundsätze aufgestellt. In der Praxis werden diese aber nur allzu oft nicht berücksichtigt. Die Experten äusserten deshalb den Wunsch, es sei auch hier ein Gütesiegel zu prüfen.

Die Experten

Als Experten wirkten mit

  • Urs Hitz, Basel, Vizepräsident des Basler Hotelierverbandes und bis vor kurzem Generaldirektor von Hilton Basel
  • Christine Plüss, Basel, Leiterin des Arbeitskreises Tourismus und Entwicklung
  • Monica Sievi, Zürich, gastroberatungen.ch des kirchlichen Dienstes im Gastgewerbe
   
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